Hinterglasmuseum Sandl

Letztes Abendmahl

Das Museum informiert über Tradition, Geschichte und Technik der Hinterglasmalerei in Sandl, die bis in das Jahr 1800 zurückreicht und für den Ort im 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor wurde. Sandl entwickelte sich zu einem bekannten Zentrum der Hinterglasmalerei in der gesamten Donaumonarchie. 140 wertvolle Exponate veranschaulichen im Museum diese Entwicklung. Zur Eigenart der Hinterglasmalerei gehört es, dass man vom Vordergrund zum Hintergrund malt, also genau umgekehrt zur Malerei auf Leinwand. Begonnen wird mit dem Malen der Konturen von der Risszeichnung auf die Glasplatte. Die dabei entstehenden Flächen und der Hintergrund werden dann mit Ölfarben ausgefüllt.
In einer kleinen Malstube sind zwei Maler bei der Arbeit dargestellt. Wie ein Hinterglasbild entsteht und welche Farben verwendet wurden, wird ebenfalls dokumentiert. Ein Teil des Museums ist dem Vertrieb der Hinterglasbilder durch Kraxenträger gewidmet. Im Verlauf der Geschichte des Hinterglasmuseums konnten immer wieder große Ausstellungen mit Kooperationspartnern in Tschechien durchgeführt werden, z. B. mit dem Prager Nationalmuseum.
Eine kleine Bauernstube mit einem Tisch und dem notwendigen Hausrat, einer Bank auf Granitkonsolen, einem Herrgottswinkel mit Hinterglasbildern und Fenstern mit in Sandl gewebten Vorhängen geben den Besucherinnen und Besuchern Einblick in das einfache Leben der Hinterglasmaler.

Öffnungszeiten:
1. Mai bis 31. Oktober
Dienstag bis Samstag 14:00 - 16:00 Uhr

Kontakt:
Telefon: 07944/8255 - 0
E-Mail: museum@hinterglasmuseum-sandl.at
Homepage: www.hinterglasmuseum-sandl.at