Mag. Martin Polak

„Ich bin ein Kind der Maltsch“ 

An der Maltsch gespielt - in der Maltsch gebadet - beinahe ertrunken. Die Maltsch trinke ich heute noch. Die Maltsch war immer sauber und rein. Nur ihren Ursprung kannte lange Zeit niemand. Für viele Bewohner Südböhmens  verkörpert die Maltsch, und nicht die Moldau, den ewig romantischen Fluss ihrer Jugend.

Vom Beruf bin ich Lehrer, Germanist. Sprache und Arbeit brachten mir die Menschen näher, die seit dem Krieg nicht mehr im Land leben. Im Grenzgebiet am Grünen Band Europa findet man deren Spuren.
Wenn man Glück hat, kann man aus oft zufällig gefundenen Scherben ihre Schicksale zusammensetzen und so diese Spuren lesen. Es ist manchmal traurig, aber spannend doch allemal.  Die „tote“ Grenze hat mich immer fasziniert. Die verwachsenen Waldwege erzählen spannende Geschichten.
Wenn nun die Schmuggler plötzlich wieder auftauchen , in der schönsten und ruhigsten Stille des Waldes, die man sich nur vorstellen kann, dann beginnen meine Geschichten zu leben...